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Denkanstoß im Detail

28.07.2018 // Verantwortung

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ … Mit diesen Worten, mit diesem Bekenntnis, beginnt die Präambel unseres Grundgesetzes.

Allein die Formulierungen Bewusstsein, Verantwortung, Gott und Menschen sind Schwergewichte. Es soll uns vermittelt werden wessen wir uns bewusst sein sollen, nämlich unserer Verantwortung. Weiterhin wird uns verdeutlicht, dass wir Verantwortung tragen im Umgang miteinander, für uns selbst, unserem Handeln und auch für unsere Umwelt. Dabei schließt das eine das andere nicht aus. In den letzten Wochen fiel es mir außerordentlich schwer, erkennen zu können, ob denn ein gewisser Kreis der Politiker*innen der Bundesregierung sich der Präambel erinnert oder sie gar kennt. Besonders im Hinblick auf die Frage, um dies es hier ging und geht: Menschen auf der Flucht, Menschen die Zuflucht bei uns suchen und darum wahrlich nicht aus touristischen Gründen unterwegs sind. Die Frage nämlich, trägt unsere Politik und die von Europa nicht eine Mitverantwortung dafür, dass es zu Krieg, wirtschaftlicher Verödung und darum zur Flucht aus den betroffenen Regionen dieser Welt kam und kommt? Stehen wir dafür nicht in der Verantwortung vor dem Gott der Christen, Juden und Moslimen und vor diesen Menschen, um ihnen eine Perspektive zu bieten, auch eine, die Vertrauen schafft wieder zurückkehren zu können, damit die Regionen der Herkunft wieder mit Zuversicht in Frieden aufgebaut werden können? Mit der Wahrnehmung dieser Verantwortung lässt es sich schlecht hinter Zuständigkeiten verstecken, sondern sie fordert uns zum verantwortungsvollen Handeln auf. Dazu gehört die ausgestreckte Hand und immer wieder der Versuch das friedfertigen Miteinander zu wagen. Die Präambel des Grundgesetzes ruft uns dazu auf, eben Verantwortung zu übernehmen und im Sinne unseres abrahamischen Gottes verantwortlich vor den Menschen in unserem Land zu handeln.

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