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Denkanstoß im Detail

29.05.19 // Zu Himmelfahrt

Jemand sprach mich mal an und fragte, ob es tatsächlich so gewesen sei, dass der Sohn Gottes vor den Augen seiner Freunde in den Himmel aufgefahren ist.

Ich antwortete so: zwischen Karfreitag und Himmelfahrt liegt eine Zeit von ca. 40 Tagen. In dieser Zeit geschah eine ganze Menge. Vielfach erschien der Gekreuzigte, der von uns Christen als der Auferstandene geglaubt wird, seinen Freunden und Freundinnen. Diese Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt verstehe ich als die Zeit der Umorientierung, die Periode in der so vieles zu erledigen ist. Dann kommt schließlich der Himmelfahrtstag, der Tag des Abschieds von der Leiblichkeit dieses Menschen. Seine Freunde und Freundinnen verabschieden sich von der körperlichen Sterblichkeit ihres Weggefährten. Damit bleibt der Geist dieses Mannes zurück und das, was er den Menschen seiner Zeit und auch uns an Werten vermitteln und erklären wollte. Zehn Tage nach Himmelfahrt wird Pfingsten gefeiert, die Ausschüttung des heiligen Geistes, in welchem uns Menschen auf diese Weise der Sohn Gottes und Gott selbst wieder begegnet.
Ähnlich ist es mit dem Abschied von Verstorbenen in unsere Zeit: Mit dem Eintritt des Todes geht es für engste Angehörige los. Es ist bis zur Trauerfeier vieles zu erledigen, so dass die Zeit nur so dahin rinnt, wobei es dann eben auch passiert, dass der eben verstorbene Mensch noch als physisch anwesend wahrgenommen wird. Nach dem dann alles erledigt ist, kommt das Durchatmen und damit greift sich die Wahrnehmung Platz, dass der verstorbene Mensch nicht mehr in seiner Körperlichkeit unter uns ist. Es wird uns bewusst, dass nun mit eben diesem Menschen ein Leben in seiner Geistigkeit beginnt und Trauer sich in Erinnerung wandelt. Sich so eine Form von Himmelfahrt vollzieht.

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